Ach, das macht doch nix, du kannst doch auch gut improvisieren ...
Und dann ist es bestimmt noch spannender als so geschliffen und gefeilt!
Euer Letoen
Ach, das macht doch nix, du kannst doch auch gut improvisieren ...
Und dann ist es bestimmt noch spannender als so geschliffen und gefeilt!
Euer Letoen
So, hier kommt dann endlich der Rest:
7. und letzter Teil
In der letzten Woche unseres Aufenthalts feierte unser Roman seinen zwölften Geburtstag. Es war schon seit Jahren eine sehr beliebte Tradition (bei ihm), dass es zu diesem Anlas eine Eistorte geben musste. Begonnen hatte das mal in Kalýves, als er von unserem Hauswirt eine spendiert bekommen hatte.
Nun war es aber gar nicht so einfach, hier in den abgeschiedenen Bergen an eine solche Eistorte zu kommen. In Drímiskos gab es wie bereits erwähnt überhaupt nichts zu kaufen und in Spili kannte ich zwar Supermärkte und Bäcker etc., aber keine „richtige“ Konditorei. Die nächste mir bekannte befand sich in Timbáki, blieb nur die Frage, ob die Torte die Stunde Fahrzeit auch überstehen würde (wir hatten immerhin Hochsommer!).
Roman wünschte sich außer der Torte auch Geburtstagsgäste, also wurde das Angenehme mit dem Nützlichen (oder auch andersherum) verbunden. Nach einem vorherigen Telefonat holte ich Heidis Söhne aus Agía Galíni ab (die in etwa so alt waren und immer noch sind wie unsere Jungs), für die das auch eine Art kleiner Urlaub war, denn sie durften zwei Nächte bei uns bleiben. Zusammen holten wir dann in Timbáki die Eistorte, die wir uns extra dick in Kartons und Zeitungspapier einpacken ließen, damit sie einigermaßen kühl blieb. Ja, sie hat die Fahrt fast optimal überstanden – sie war nur ein kleines bisschen weich – ich fuhr aber auch so flott, wie es die Susi hergab.
Es war dann ein fast festlicher Abend auf der Terrasse und zum krönenden Abschluss durften die Kinder draußen schlafen … sie haben aber mehr gealbert als geschlafen.
Die nächsten Tage verbrachten wir in aller Gemächlichkeit, dann ging der Urlaub leider mal wieder viel zu früh seinem Ende entgegen.
Nach einem feuchtfröhlich-musikalischen Abschied am Vorabend im Kafenío ging es dann also zurück nach Iráklion. Dort suchte (und fand ich schließlich auch), eine Hülle für das Baglamadáki, das ich so einfacher und sicherer als Handgepäck mitnehmen konnte.
Am Nachmittag gab es noch einmal Fisch oberhalb des Hafens.
Am Flughafen übernahm Jorgos das Auto wieder, auch die Gepäckabfertigung verlief angenehm flott. Als wir durch die Sicherheitsschleusen gingen, fragte mich ein dort sitzender rundlicher und schnauzbärtiger Uniformierter, was ich denn in der Hülle hätte. Der Einfachheit halber holte ich das kleine Instrument hervor und begann aus Übermut das Vorspiel der „Frangosyrianí“ zu zupfen (das garantiert jeder schon mal gehört hat), denn das hatte ich in den vergangenen Wochen ausgiebig geübt.
Zu unserer Überraschung schmunzelte der Polizist, sprang auf und begann zu der Musik zu tanzen, nur kurz zwar, aber immerhin. Dann umarmte er uns zum Abschied (Yvonne ein klein wenig länger) und wünschte uns gute Reise. Und natürlich auch ein Wiedersehen!
Καλό ταχίδι και καλή αντάμωση!
Ende
Ich hoffe, es hat Euch ein bisschen Spaß gemacht.
Gruß Klaus
Bei dem Wetter muss der Hund nach dem Spazierengehen in die Waschmaschine! (Yvonne - sie meinte die Badewanne)
Man kann auch woanders Urlaub machen - das ist möglich, aber sinnlos!
Urlaub in Griechenland = praktizierte Solidarität
Und wieder ist eine Episode in Worten aus deinem Leben beendet, lieber Klaus, - ich habe sie wiederum geschätzt.
In dem Wissen sicher, dass du nicht nur gern aus beruflichen Gründen schreibst, sondern auch aus Passion, können wir sicherlich in naher Zukunft weitere so kleiner Geschichten von dir erwarten.
Henry
"Sobald das Unmenschliche sich manifestiert, wird es Teil des Menschlichen."
Jean-Paul Sartre
Urlaub in Griechenland = praktizierte Solidarität
Ich weise euch auf die Empfehlungen meiner Kollegen hin.
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