Ein Regentag in Zaros und irgendwo
Hallo,
Kreta kennt nicht nur Sonnenschein. Am Abend des 1.9.2009 und den Vormittag des 2.9.2009 hat es an der Südküste geschüttet. Die abendliche Rückfahrt am 1.9. entlang der Südküste von Chora Sfakion nach Agia Galini hatte es in sich, Dunkelheit, Regenschauer, Sichtweite um die Null und pausenlos überholende PickUps. Aber um 11 waren wir pünktlich zum Stromausfall in Agia Galini und bekamen trotzdem bei Manolis (Ilios) alles was das Herz begehrte. Der folgende Tag sah genauso aus Regen, Regen, Regen. Trotzdem, Mut zur Lücke und irgendwie raus aus dem Gioma HOtel und ab zum Leihwagen, der beim Horiatis an der Mauer stand. Wir fuhren dann über Timpaki nach Matala, und sahen sehr eindrucksvoll was das himmlische Wasser vermochte. In Timpaki war gerade Markttag und aus der Hauptstrasse kam mir, schön gelb gefärbt, der Mississippi auf der ganzen Strassenbreite entgegen. Aussteigen war unmöglich und somit gibts davon auch keine Fotos. So was hab ich noch nicht gesehen. Auch aus den Marktgassen kamen allenthalben die Sturzbäche, doch der Markt fand statt. Und es war immer noch am regnen. Ziel war Matala und die Bilder sprechen für sich, es ist dort am Parkplatz eine nette kleine Flußmündung entstanden, entlang der große Teile des Strands ins Meer gespült wurden. Ich hab mich rausgetraut und versucht einige Fotos zu machen. Hatte dazu aber wenig Zeit, da sich das Wasser sehr schnell meinem Wagen näherte. Einige Autos standen schon deftig drin. Und es war immer noch am regnen. Nach Matala war Zaros das Ziel mit einem Stop in Kalamaki und beim, ich trau mich ja kaum es zu sagen, Lidl in MIres. Wir besorgten etwas Brot und Weintrauben und Graviera für evtl. ein Picknick unterwegs. Hinter Mires nahmen wir den Abzweig auf der linken Seite in Richtung Zaros. Nach dem ersten Berg sah man im Tal schon die Bauten für die neue Autobahn (?). Horst erzählte uns Abends, die gehöre als Anbindung an die Südküste zum erweiterten Flughafen Kasteli, wenn dann Heraklion Airport geschlossen ist. In Zaros machten wir zum ersten mal einen ausgiebigen Spaziergang durch den Ort, die Bilder sprechen für sich. Als wir ankamen, waren die Strassen noch komplett durchnässt, der Regen musste als ein paar Minuten vorher aufgehört haben. In Richtung der Berge sah man überall gespenstisch aufsteigende Wolkenschwaden. Auffällig in Zaros sind stets die unaufhörlich durch den kleinen Ort fahren großen LKW mit den Wassertransporten. Obwohl irgendwie Sommer war, war da nichts, aber auch gar nichts los. Wenn man dann auch noch anfängt Wasserhähne an Hauswänden zu fotografieren, sollte man sich mal über seinen Gemütszustand Gedanken machen. Wir hatten dort dann auch nicht mal Lust den geplanten Mittagssnack zu uns zu nehmen und haben dann außerhalb des Dorfes unseren Einkauf vertilgt. Dann sind wir parallel zum Ida Gebirge in Richtung Norden durch sehr viele kleinere bis mittlere Dörfer bis Agia Varvara gefahren, ständig von dunklen bis schwarzen Wolken begleitet. Die engen und und in der Regel beiderseits zugeparkten Durchgangsstrassen erforderten sehr häufig wegen des Gegenverkehres ausgiebiges Rangieren und Rückwärtsfahren, da kennt der Kreter keine Gastfreundschaft. Es gab schließlich einen recht hoch gelegenen Aussichtspunkt mit einer Beschreibung des Bergmassivs. Hier wäre natürlich eine Teleobjektiv an Stelle der kleinen Olympus-Digi angebracht gewesen. Hat vielleicht jemand anders besser fotografiert. Zurück ging es dann über die normale Straße bis Mires, Timpaki und Agia Galini mit einigen Fotostops. Gleich hinter der Ortseinfahrt "Welcome back Home" habe ich kurz angehalten, um von oberhalb zu sehen, was denn das Unwetter mit unserem Strand gemacht hat, die Bilder erzählen es. Der Abend verlief G.s.D trocken und wir haben auf der Platia gemütlich Jamon, Wein und Pasta vernascht. Ausklang gab es wie immer musizierend bei bei Allan. Das Wetter setzte sich in dieser Art auch noch am nächsten Tag fort, an dem wir in Maleme und Balos waren, unterwegs immer wieder von Sturzbächen überschüttet. Allein der Aufenthalt in Balos war wieder ungetrübter Sonnenschein. Davon kann man aber an anderer Stelle lesen.
GG
Die Bilder folgen nun in kleinen Abschnitten separat
Geändert von Guennie (09.02.2010 um 19:17 Uhr)
Kreta kriegt sie alle .....
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