Kreta – Mai 2011
Oder von Null auf Tausend in fünfunddreißig Minuten
Endlich – nach beinahe drei Jahren Abstinenz ist es wieder so weit – nur mehr noch fliegen ….
Wie gewünscht sitze ich auf 2 A – das macht mich fröhlich und lässt mich vergessen, dass eine ehemalige Forumsbekannte, die auch in der Maschine sitzt, beim Einchecken kaum den Mund zum Grüßen aufgebracht hat. Der Flug ist ruhig – wie auf Samt und Seide gleiten wir unserem Ziel entgegen. Traumhafte Ausblicke – auf Thessaloniki, der Berg Athos grüßt schneebedeckt, eine Insel um die andere, Santorini zeigt sich in seiner schönsten Pracht, die Caldera ist wunderbar auszumachen. Und dann, ich traue meinen Augen kaum, überall prachtvolles Grün – so leuchtet mir Kreta entgegen. Noch nie habe ich die Insel so grün gesehen. Diese herrlichen Minuten vor der Landung, der Blick auf alt vertraute Landschaften, wird nur getrübt durch das schmerzhafte Schreien eines kleinen Mädchens, dem wohl die Ohren weh tun.
Das ist wahrscheinlich auch der einzige Grund, warum ich übersehen habe, dass Miaam Strand von Karteros sitzt und der Maschine aus Österreich zuwinkt, bringt sie doch ihre Schwester, die zufällig in meiner Reihe am anderen Fensterplatz sitzt, mit auf die Insel.
Ich nehme einen ersten tiefen Atemzug kretischer Luft, Meeresduft vermischt sich mit Gummi- und Treibstoffgeruch – aber trotzdem, das ist Kreta! Die Abendsonne streichelt sanft mein Gesicht – es ist einfach schön, endlich wieder hier gelandet zu sein.
Danke, liebe Mia, dass ich dein Foto hier verwenden darf.
Die Gepäckausgabe geht ruck-zuck und schon sitze ich im Flitzer des Homo Sapiens, der uns mit einem verschmitzten Gesicht - so manche Verkehrsvorschrift missachtend - und dem Fuß am Gaspedal in nur 35 Minuten ab Landung ins Kloster Selinari zur Taufe der Enkelin meiner Freundin Maria chauffiert. Fünf Minuten Verspätung, das hätten wir also geschafft. Und schon bin ich mitten im kretischen Leben, mitten in der Familie, als ob ich nie fort gewesen wäre. Die eine oder andere Episode werde ich euch so nach und nach hier erzählen und eine kleine Auswahl der 1.700 mitgebrachten Fotos zeigen.




am Strand von Karteros sitzt und der Maschine aus Österreich zuwinkt, bringt sie doch ihre Schwester, die zufällig in meiner Reihe am anderen Fensterplatz sitzt, mit auf die Insel.
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genannt habe. Die Omis drehen, eine hinter der anderen, mit den in den Kinderwagen schlafenden Kleinkindern ihre Runden. Kurz nach zwei Uhr bringen Maria und ich mit unseren beiden Chauffeuren Evangelia und ihre beiden Brüder nach Hause – und trinken dort noch ein Gläschen, als die Kinder endlich im Bett sind und schlafen. Der harte Kern hat übrigens erst um 5.00 Uhr morgens das Lokal verlassen, ich habe mich „schon“ eine Stunde früher in Morpheus Arme begeben. 


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